So fährt man sicher durch Kurven

19 Sep 8:21 am

Der Sommer geht zu Ende und nun heißt es, sich wieder auf den Herbst mit seinen Gefahren einzustellen. Die kalte Jahreszeit bringt frühe Dunkelheit, nasskaltes Wetter und damit einhergehend glatte Straßen durch Laub, Regen, Nebel und später auch Glatteis mit Schnee. Daher sollte man die letzten schönen Stunden des Sommers nutzen, um das Auto für den Winter vorzubereiten.

Dazu gehört beispielsweise das Prüfen der Beleuchtungsanlage. Gerade im Herbst sind die Sichtverhältnisse oft äußerst schlecht und da sollte man alles dafür tun, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Für eine gute Sicht von innen sorgt ein Scheibenfrostschutzschutzmittel in der Scheibenwaschanlage oder – solange noch keine Minusgrade herrschen – ein anderer Zusatz im Wischwasser, der saubere Scheiben hinterlässt.

Des weiteren prüft man das Profil der Reifen und das am besten schon vor dem Aufziehen der Winterreifen. So hat man noch ausreichend Zeit, neue Reifen zu besorgen, falls die alten Reifen nicht mehr den Anforderungen entsprechen.

Ist das Fahrzeug in einem fahrtüchtigen und sicheren Zustand, heißt das aber noch lange nicht, dass man nun gegen jeden Unfall gefeit ist. Im Herbst kommt es häufig zu Wildunfällen. Deshalb gilt: In ausgeschilderten Gebieten die Geschwindigkeit anpassen und wachsam sein.

Sobald die Straßen feucht sind, erhöht sich zudem die Unfallgefahr bei Kurvendurchfahrten. Selbst beim Einhalten der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Da stellt sich die Frage, wie man sich in einer solchen richtig verhält. Experten unterscheiden dabei das Unter- und Übersteuern. Verlieren die Vorderreifen die Bodenhaftung und der Wagen drängt trotz eingeschlagener Lenkung nach außen, heißt dieses Verhalten Untersteuern. Das Auto bremst sich in dem Augenblick selber ab. Nimmt der Fahrer zusätzlich den Fuß vom Gas, verringert den Lenkeinschlag und kuppelt aus, hat er gute Chancen, dass das Fahrzeug wieder beherrschbar wird.

Beim Übersteuern aber bricht das Heck aus und das ist gefährlicher. Kommt es zum Übersteuern, kann sich das Auto drehen oder ins Schleudern geraten. Die Last wird ungleich verteilt. Die Bodenhaftung liegt beim Übersteuern hauptsächlich auf dem kurvenäußeren Vorderrad, während die Hinterreifen komplett die Haftung verlieren können. Heckgetriebene Fahrzeuge neigen besonders zum Übersteuern. Aber auch bei einem frontgetriebenen Fahrzeug ist das Übersteuern nicht ausgeschlossen.

Die Vorgehensweise sollte erst einmal wie beim Untersteuern sein. Am sichersten fährt man aber, wenn man von vornherein versucht, sowohl ein Über- wie auch ein Untersteuern zu vermeiden. Im modernen Fahrzeug ist man durch das System ESP bis zu einem gewissen Grad davor geschützt. Doch ganz ausschließen kann man die Gefahr nicht.

Bildquelle: CFalk / Pixelio

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