Autoreifen ABC – Alles was Sie wissen sollten über Sommer- und Winterreifen

09 Nov 9:10 am
Bester Winterrreifen 2013 Michelin Alpin A4

Der Reifentest vom ADAC und Stiftung Warentest
Pünktlich zum Beginn der kalten und nassen Jahreszeit, hat die Stiftung Warentest zusammen mit dem ADAC Winterreifen getestet. Geprüft wurden insgesamt 32 Reifenmodelle für Klein-, Kompakt- und Mittelklassewagen. Die schlechteste Note (mangelhaft), wurde im Test gleich viermal vergeben. Betroffen ist die 185er-Klasse von Marangoni und Kormoran, sowie die 225er-Klasse von Sailun und Interstate Winter. Namhafte Hersteller “kleinerer Reifen” tummeln sich gemeinsam an der Spitze. Darunter auch Dunlop, Continental, Michelin und Firestone. Ein neuer Satz Reifen kostet rund 350 Euro. Wesentlich teurer wird es mit einem Winterreifensatz für Kompakt- und Mittelklassewagen. Im Test abgeräumt haben die Hersteller Bridgestone, Continental, Uniroyal und Michelin. Hier müssen Autofahrer mit 600-700 Euro rechnen.

Die DOT-Nummer und ihre Bedeutung

Steht ein Reifenkauf an, könnte es unter Umständen sein, dass sich Autofahrer mit der sogenannten DOT-Nummer konfrontieren müssen. Diese befindet sich seitlich als Beschriftung auf dem Reifen und steht für Department of Transportation, dem US-amerikanischen Verkehrsministerium. Die DOT-Nummer gibt an, wann der Reifen hergestellt wurde. Beispiel: DOT 2312 – das bedeutet, dass der Reifen in der 23. Kalenderwoche im Jahr 2012 hergestellt wurde.

Keine Winterreifenpflicht in Deutschland

Paradoxerweise müssen Autofahrer bei Matsch, Schnee und Glätte entsprechende Reifen aufziehen, jedoch herrscht in Deutschland keine Winterreifenpflicht. Aus diesem Grund sollten wissenswerte Details einmal näher aufgeführt werden: Kaum zu glauben, aber eine Winterreifenpflicht im wortwörtlichen Sinn, existiert tatsächlich nicht. Um eine derartige Pflicht durchsetzen zu können, müsste der Gesetzgeber einen genauen Zeitraum definieren und festlegen, von wann bis wann die Reifen zu nutzen sind. Dies ist bis dato noch nicht geschehen, weshalb es sich bei der “Winterreifenpflicht” um ein Märchen handelt, welches sich hartnäckig hält. Spricht man hierzulande von den sogenannten winterlichen Verhältnissen, so sind damit Schnee- und Reifglätte, Schneematsch und Glatteis gemeint. Unter diesen Umständen dürfen Autofahrer nicht mit Sommerreifen fahren. Zumindest müssen die Reifen den M+S-Reifen-Eigenschaften entsprechen. Diese Reifen sind mit einem Bergsymbol und einer Schneeflocke gekennzeichnet und umfassen auch Ganzjahres- und Allwetterreifen. Das bedeutet, dass man im Umkehrschluss mitten im Winter mit sämtlichen Reifen fahren darf, sofern die Straßen nicht den sogenannten winterlichen Verhältnissen ausgesetzt sind. So zum Beispiel, wenn die Straßen trocken sind und die Sonne scheint.

Die falsche Bereifung kostet

Viele Autofahrer wissen: Die falsche Bereifung ist teuer. Ist der Autofahrer bei Eis und Schnee mit dem falschen Reifen unterwegs, droht ein Bußgeld über 40 Euro. Zusätzlich winkt ein Punkt in Flensburg. Noch teurer ist es, wenn der Autofahrer mit falscher Bereifung den Verkehr behindert. Eine Behinderung definiert sich beispielsweise über das Hängenbleiben an einer Steigung. Hier müssen Autofahrer mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Noch mehr Wissenswertes ist mit dem Stichwort “Reifen” über das Suchfeld abrufbar. Hier haben wir auf on-zine.net weitere Informationen über Autorreifen gefunden.
Foto: Michelin

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